07.08.2010
Bezirkspokal Alb, 1. Runde: TSV Öschingen - ASV Pfäffingen 3:0 (2:0)
Pfäffingen war
mit dem 0:3 noch gut bedient
Vor allem in der ersten Spielhälfte
war der von Interims-Trainer Bernd Seifried (vertrat Chef-Trainer Reiner Keller
vorzüglich)
trainierte TSV Öschingen die aggressivere, diszipliniertere und vor allem
zweikampfstärkere Mannschaft. So kann sich der TSV Öschingen durchaus
berechtigte Hoffnung auf die Meisterschaft der Kreisliga B4 machen. Vor dem ASV
Pfäffingen und seinem neuen Trainer Daniel "Icke" Künzel steht
dagegen nach dieser deutlichen Niederlage noch viel "sehr viel" Arbeit
bevor.
Engagiert und schwungvoll und dennoch mit der nötigen Absicherung nach hinten
gingen die Öschinger in dieses Pokalspiel und beherrschten Ball und Gegner nach
belieben. Vor allem "das magische Dreieck" Tobias Garhammer, Steffen
Mauser und Chris Wiech bekamen die Ammerbucher in keiner Phase des Spiels in den
Griff. Tobias Garhammer auf Zuspiel von Chris Wiech brachte Öschingen in der
14. Spielminute in Führung. Und Öschingen hatte in der ersten Halbzeit weitere
zahlreiche hochkarätige Torchancen durch Julian "Inder"
Schneider-Gidda (22./übers Tor), Steffen Mauser (27.Vorlage Chris und
Fußabwehr von Tw. Bürker), Janis Herppich (31./spitzer Winkel - Bürker
klärte), Steffen Mauser (31./herrlicher Schuss), Tobias Garhammer (32./Vorlage
Lutz Bense - blieb im letzten Moment hängen), Chris Wiech (35./Kopfball auf
Freistoß Steffen Mauser), Chris Wiech (37./Volley doch Bürker hält) und
Tobias Garhammer (42./mit dem schwachen linken am Tor vorbei - Vorlage Chris
Wiech) dagegen kamen die Pfäffinger erst in der 43. Spielminute zu einer
einzigen Torchance durch einen Schuss von Sandro Lumbardu aufs kurze Eck, bei
dem aber der gut postierte Öschinger Torhüter Jochen Schneider keine Probleme
hatte. Erst in der Nachspielzeit erzielte schließlich Steffen Mauser (45.+2)
mit einem Traumtor ins kurze Eck den hochverdienten 2:0-Halbzeitstand.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte dann Neu-ASV-Trainer Daniel Künzel mit
Mentis, Kleine und Hechler gleich drei neue Spieler was sich zunächst auch
positiv auswirkte, denn das Spiel war nun zunächst ausgeglichener. Die erste
Hundertprozentige hatten aber auch in der zweiten Halbzeit die bärenstarken
Hausherren durch Chris Wiech, der auf Zuspiel von Garhammer alleine auf den
herauslaufenden Torhüter Bürker zulief und überhastet in die Arme des
hervorragenden ASV-Torhüters spielte. Chris Wiech ärgerte sich danach:
"Da hätte ich auch noch ein paar Meter laufen oder es mit einem Heber
probieren müssen". Das hätte das 3:0 sein müssen ehe Sandro Lumbardu
(63.) auf Vorlage von Patrick Walter für die Gäste den möglichen
Anschlusstreffer zum 2:1 versiebte indem er knapp vorbei schoss. In der 68.
Spielminute jubelten dann die Öschinger schon, als Lars Riethmüller einen
Schuss von Lutz Bense auf der Torlinie für seinen geschlagenen Torhüter
Christoph Bürker klärte und 10 Minuten später war es wieder Lutz Bense vom
TSV Öschingen der knapp drüber schoss.
Das letzte Tor erzielte schließlich der aus meiner Sicht überragende Chris
Wiech (90.+3) zum hochverdienten 3:0-Endstand für Öschingen. Auch von den
Pfäffingern gab es nach dem Spiel viel Lob nicht nur für den ganz
hervorragenden Rasen, sondern auch für diese überzeugende Leistung der
Hausherren.
TSV Öschingen:
Jochen Schneider - Daniel Rein, Michael Rein, Wolf Baumann, Michael Hübner,
Julian Schneider-Gidda (85. Jochen Kuppler), Steffen Mauser, Lutz Bense, Janis
Herppich, Chris Wiech, Tobias Garhammer (88. Daniel "Schak" Rein).
Trainer: Bernd
Seifried.
ASV Pfäffingen:
Christoph Bürker - Alexander Lobato-Holzner (46. Peter Hechler), Hamdi Dollci,
Lars Riethmüller, Patrick Leuschner, Patrick Walter, Manuel Häckel, Daniel
Ernst (46. Lukas Kleine), Sandro Lumbardu, Mick Adrian, Philip Baur (46. Philipp
Mentis).
Trainer: Daniel "Icke"
Künzel.
Tore:
1:0 Tobias Garhammer
(14.), 2:0 Steffen Mauser (45.+2), 3:0 Chris Wiech (90.+3)
Gelbe Karten:
Hamdi Dollci (6.), Patrick Walter (82.).
Schiedsrichter:
Hans-Peter Hummel
Zuschauer:
ca. 70 (von Melle gezählt).

Beide Mannschaften mussten auf zahlreiche Stammspieler verzichten.

Lutz Bense (Nr.8) stieg hier wohl am höchsten und köpfte den Ball in Richtung
Pfäffinger Tor.

Der 28-jährige ASV-Torhüter Christoph Bürker verhinderte an diesem Tag eine
durchaus mögliche höhere Niederlage.
Der überragende Öschinger Chris Wiech war ständig auf der Lauer nach Fehlern
des Gegners.

Der neue Trainer des ASV Pfäffingen Daniel Künzel, konnte natürlich nach dem
Spiel nicht zufrieden sein mit der Leistung seiner Mannschaft.
Nach den hochkarätigen Abgängen (u.a. Frank Eberle, Benjamin Schäfer und
Michael Bechtold und natürlich dem Routinier Stefan Möllers) steht er vor
einem Neuaufbau mit jungen Spielern und das braucht eben seine Zeit. Ziel kann
in diesem Jahr nur der Klassenerhalt sein.

Benjamin Schäfer (jetzt beim TV Derendingen) hängt jedenfalls immernoch sehr
am ASV Pfäffingen, sonst wäre er wohl nicht als Zuschauer in Öschingen
anwesend gewesen.

Hier klärte Christoph Bürker vor Tobias Garhammer, dessen Vater einst
Vize-Weltmeister im Seitenwagen Motocross wurde.

Steffen Mauser gegen Torhüter Bürker.

Patrick Leuschner hatte viel zu tun im Spiel gegen den TSV Öschingen.

Lars Riethmüller (links) und Chris Wiech (rechts), der in Talheim zusammen mit
seinem derzeit verletzten Bruder Sven aufgewachsen ist.

Janis Herppich absolvierte ein super Spiel. Er trainierte einst auch Melle.
Er ist ein ganz hervorragender Trainer, Spieler und Freund!

Patrick Walter gegen Chris Wiech.

Janis Herppich scheiterte hier an ASV-Torhüter Christoph Bürker.

Bernd Seifried ist ein ganz hervorragender Coach.
Disziplin und Einsatz sind ihm besonders wichtig und er lebt es seiner
Mannschaft auch vor.

Lars Riethmüller, der Routinier des ASV Pfäffingen.


Tobias Garhammer konnte diese 100-prozentige nicht nutzen.

Patrick Walter gegen Janis Herppich.

Sandro Lumbardu hatte dann die Rießenchance zum Anschlusstreffer, doch der Ball
rollte am Tor vorbei.

Sandro Lumbardu war noch der gefährlichste Stürmer des ASV

Lars Riethmüller

Der Öschinger Sven Wiech ist leider immernoch verletzt.

Enttäuscht waren natürlich die Anhänger des ASV Pfäffingen.
Sicherlich muss sich der ASV enorm steigern, wenn er am kommenden Sonntag gegen
den VfB Bodelshausen nicht verlieren möchte. Doch diese junge Mannschaft ist
ausbaufähig, man muss ihr und dem neuen Trainer nur die nötige Zeit geben. Und
man muss natürlich auch das Ziel herunterschrauben.