21.03.2008, 12. Spieltag der D-Juniorinnen Kreisstaffel 1: TSV Öschingen - SSV Rübgarten (0:2) 1:2
Patricia Biscan erzielte Anschlusstreffer
Unter den Augen von Peter Starzmann, dessen Tochter Elisa für Rübgarten kickt, wachte unsere Mädchenmannschaft zu spät auf und verlor somit ihr erstes Punktspiel nach der langen Winterpause mit 1:2.
Die Gäste waren in der ersten Halbzeit einfach aggressiver und ballsicherer als unsere Mädels, die in diesem Jahr leider auch kein einziges Mal witterungsbedingt im Freien trainieren konnten. So hat es unsere Mannschaft vor allem unserer guten Torhüterin Melanie Klein zu verdanken, dass der 0:2-Halbzeitstand nicht höher ausfiel. In der zweiten Halbzeit war das Spiel dann dank einer deutlichen Leistungssteigerung unseres Teams ausgeglichen. Nach dem Anschlusstreffer unserer gefährlichsten Spielerin Pati Biscan hätte sogar noch der Ausgleichstreffer fallen können, doch insgesamt gesehen geht das Endergebnis in Ordnung. 
Auf die Leistung der zweiten Halbzeit könnt ihr aufbauen
Mädels!

TSV Öschingen: Melanie Klein - Saskia Lorer, Sarah Hörz, Kristina Maier, Bonny Zimmermann, Patricia Biscan, Rebecca Schneider, Ann-Katrin Keller, Larissa Tubach, Ellena Schenk, Romy Lorer.
Trainergespann: Janis Herppich/Sabrina Reutter.
SSV Rübgarten: Marina Vecher -Anna Galic, Joana Tritt, Wiebke Linsenmeier, Isabell Heim, Carolin Günzel, Tina Lasse, Anna Armbruster, Elisa Starzmenn, Alina Hern, Michelle Kögler.
Trainerin: Marja Sommer.
Tore: 0:1 (11.), 0:2 (15.), 1:2 Patrizia Biscan (34.).


Unsere Torhüterin Melanie Klein hatte in der ersten Halbzeit allerhand zu tun.


Kristina Maier ging sehr energisch zur Sache. Links Patricia Biscan und Saskia Lorer.
Hinterm Tor von "Melle" Klein beobachtet Peter Starzmann diese Szene.


Peter Starzmann spielte beim TSV Deizisau und dem TSV Wendlingen ehe er 1986, mit 24 Jahren zum SSV Reutlingen wechselte. Unter den Trainern Lothar Emmerich (bis 28.09.1986), Interims-Trainer Rolf Kirsch (bis 30.10.1986) und Lorenz-Günther Köstner, der sein Talent verkannte kam er zu 14 Amateur-Oberliga Einsätzen (damals dritthöchste Liga) und erzielte dabei 1 Tor. Folgerichtig wechselte er nach nur einem Jahr beim "Nullfünf" zum damaligen Ligakonkurrenten VfL Kirchheim/Teck. 1989 folgte dann sogar der Wechsel zum Zweitligisten SV Stuttgarter Kickers, für den er immerhin 25 Zweitligaspiele bestritt und dabei 2 Tore erzielte.
Über einen kurzen Abstecher beim VfL Kirchheim/Teck wechselte Starzmann dann 1991 als Co-Trainer unter Wilfried Gröbner wieder zum SSV Reutlingen und feierte mit der souveränen Meisterschaft in der Amateur-Oberliga Baden-Württemberg 1992, gleich einen großen Erfolg. Ab 1993 war er dann Co unter dem neuen SSV-Trainer Rainer Adrion, mit dem er gemeinsam am 23. April 1994 nach dem Spiel gegen den SC Geislingen (0:0) trotz Qualifikation für die neue Regionalliga Süd entlassen wurde.
Die erfolgreiche Karriere von Peter Starzmann als Chef-Trainer begann dann beim SV Bonlanden. Schon im ersten Jahr (1995) stieg er mit den Filderstättern als Meister von der Verbandsliga Württemberg in die Oberliga Baden-Württemberg auf. 1996 belegte er gleich einen gesicherten (7.) Mittelfeldplatz und in der Saison 1996/97 verlor Starzmann mit dem SV Bonlanden im DFB-Pokal gegen den VfL Bochum nur knapp mit (0:0, 2:2) 2:4 nach Verlängerung und Bochum war damals richtig gut und belegte am Ende der Saison den 5. Tabellenplatz in der 1. Bundesliga.
Von 1997 bis 2003 folgten dann 6 Jahre beim VfB Stuttgart als A-Jugend-Trainer, Regionalliga-Trainer und Co-Trainer unter Chef-Trainer Ralf Rangnick, der Bundesliga-Mannschaft des VfB. Während der Saison 1998/99 wurde er zum Co-Trainer befördert. Während der Saison 2001/02 übernahm er die VfB-Amateure von Reinhold Fanz, konnte den Abstieg nicht mehr verhindern und stieg das Jahr danach wieder auf. Kurios war damals, dass sein Vertrag nicht verlängert wurde, aber aus meiner Sicht war es der damalige VfB Chef-Trainer Felix Magath, der Reinhold Fanz unbedingt wieder als Trainer der zweiten Mannschaft haben wollte.
Ich forderte damals schon vom SSV Reutlingen: >>Holt Starzmann zum SSV<< namhafte Leute wie der ehemalige Vorstand Dieter Brandstetter können dies bestätigen, doch der SSV verlängerte damals mit Uwe Erkenbrecher und verpflichtete zahlreiche Spieler aus dem norddeutschen Raum. Das Ergebnis ist ja noch bekannt.
Ein Jahr später kam er dann doch zum SSV und führte ihn von der Oberliga 2006 in die Regionalliga Süd. Nach dem letzten Spieltag der Saison 2007/08 wurde er vom SSV Reutlingen (für mich absolut unbegreiflich) entlassen.
Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Peter Starzmann der optimale Trainer für den SSV Reutlingen wäre, denn er hat Kontakte und Beziehungen und würde gewiss keine Spieler aus Ost-Deutschland verpflichten, sondern möglichst aus der näheren Umgebung.